SCHLAFEN ODER NICHTSCHLAFEN
Kennst du das auch: stundenlanges Wachliegen? Man probiert alle Schlafstellungen durch, dreht und wendet sich im Bett und die Gedanken drehen und wenden sich gleich mit. Und so wie man alle Stellungen bald durch hat, fangen auch die Gedanken immer wieder von vorne an.
Manchmal hilft Aufstehen, vielleicht einen Schluck trinken oder der Gang zur Toilette. Aber oft ist man dann erst recht wach, wenn man wieder im Bett liegt. Und wenn man es noch schlimmer machen möchte, denkt man daran, wieviel Zeit einem (nur) noch bleibt bis zum Morgen und an all die Gründe, warum es wichtig wäre gerade morgen ausgeschlafen zu sein.
Schlaf ist eine lebenswichtige Funktion und wie alles was wir können (oder nicht können), können wir uns darin verbessern oder uns darin verhindern. Unser Schlaf oder Nichtschlaf wird von unserem Nervensystem gesteuert. So ein Nervensystem lässt sich auf Hochtouren bringen, damit wir fliehen, kämpfen und eine Aufgabe bewältigen können, oder wieder beruhigen, um zu regenerieren, z. B. wenn wir schlafen. Doch wie sage ich es meinem Nervensystem?
Wir können lernen, wie wir unser Nervensystem runterfahren, den Stress loslassen und uns zum Schlafen einladen können, ganz ohne Drogen, Medikamente oder Geräte. Wir benötigen nur uns selbst und ein bisschen Übung. Die Zutaten sind unsere Atmung, kleine, sehr einfache Bewegungen und Pausen. Es ist keine spezielle Atemtechnik gemeint, sondern die (wieder)Entdeckung des eigenen, natürlichen Atems.


